Die Lobo-Förderung wurde an einer Stichprobe von 110 Schulanfängern/innen überprüft. Diese setzte sich aus 55 Jungen und 55 Mädchen zusammen. Hiervon gehörten 58 Kinder der Förder- und 54 Kinder der Vergleichsgruppe an. Das Alter der Kinder lag zwischen 65 und 92 Monaten. An der Studie nahmen verschiedene Grundschulen aus Bremen und Niedersachsen teil. Die Eltern der Kinder wurden durch Informationsabende und Flyer über die Studie informiert. Es wurden zwei Gruppen gebildet: Grundschulen, die das Lobo-Programm durchführten (Fördergruppe = FG) und Schulen, die als sich Vergleichsgruppe (VG) zur Verfügung stellten. Die Kinder dieser Schulen nahmen lediglich an den Testungen teil, erhielten aber keine spezifische phonologische Förderung.
Vor Beginn der Trainingsdurchführung fand eine Schulung für die Lehrkräfte statt, deren Klassen das Lobo-Programm durchführten. Vermittelt wurden Grundlagen zur Entwicklung der Sprache sowie zur phonologischen Bewusstheit bei Kindern im Vorschulalter. Zudem wurde besprochen, wie das Training umgesetzt werden soll.
Unmittelbar vor Beginn der dreimonatigen Lobo-Förderung und direkt danach wurden sowohl die
Kinder der
Die varianzanalytischen Ergebnisse zeigen für alle Untertests positive Veränderungen über die Zeit an, das heißt, die Kindern verbessern ihre Leistungen in allen durchgeführten Untertests vom ersten zum zweiten Messzeitpunkt. In der Mehrzahl der Untertests konnte eine deutliche Leistungssteigerung zugunsten der Fördergruppe nachgewiesen werden. Des Weiteren wiesen zum zweiten Messzeitpunkt noch 9% der Kontrollkinder (5 von 54 Kindern) drei oder mehr Risikopunkte auf, während bei keinem Kind der Fördergruppe mehr als zwei Risikobereiche (d.h. unterdurchschnittliche Testleistungen) zu verzeichnen waren. Zudem zeigte sich, dass die Förderkinder zum zweiten Messzeitpunkt deutlich häufiger keinen Risikopunkt aufwiesen (55%) als die Kontrollkinder (26%).
Neben der phonologischen Leistungsfähigkeit der Kinder wurde auch die Akzeptanz des Trainingsprogramms erhoben. Hierzu wurden die Lehrkräfte gebeten, per Fragebogen anzugeben, wie ihnen und den Kindern ihrer Klasse das Lobo-Training gefallen hat. Die Fragen lauteten: „Wie hat Ihnen (der Lehrkraft) diese Einheit gefallen?“ beziehungsweise „Wie hat den Kindern diese Einheit gefallen?“ Die Lehrkräfte waren aufgefordert, die jeweilige Einheit (1-24) mit Hilfe der Abstufungen „sehr gut“ (1), „gut“ (2), „teils, teils“ (3), „weniger gut“ (4) und „nicht gut“ (5) zu bewerten. Die Lehrkräfte bewerteten die einzelnen Einheiten des Trainings mit einem Notenspektrum von 1,3 bis 2,7; das Lehrerurteil für die Kinder lag zwischen 1,0 bis 2,3. Zudem wurden die Lehrkräfte gefragt, ob sie meinen, dass die Kinder von der Lobo-Förderung profitiert haben. Diese Einschätzung wurde für jedes Kind separat vorgenommen. Die Lehrkräfte gaben an, dass 48 % der Kinder (27 von 56 Kindern) von der Lobo-Förderung profitiert haben. Zudem berichteten die Lehrkräfte über eine hohe Motivation der Kinder an dem Programm teilzunehmen sowie die gelungene Einbindung der Lobo-Figur in den Klassenverband.